SEAT OF POWER (2026)
SHOWING
Die FORWARD DANCE COMPANY gibt bei TANZ | MODERNE | TANZ in Chemnitz einen Einblick in ihre aktuelle Produktion. Unter der Choreografie von Ofra Idel erforscht ein Trio tänzerisch das Spannungsfeld von Macht, Verantwortung und Gemeinschaft.
Macht – wie viel Verantwortung impliziert sie, wie viel Fürsorge verlangt sie? Ausgehend vom Bild der Quadriga, des römischen Streitwagens, der über Jahrhunderte zum Symbol von Macht und Herrschaft wurde und bis heute etwa auf dem Brandenburger Tor präsent ist, untersucht das neue Stück der FORWARD DANCE COMPANY von LOFFT – DAS THEATER die Beziehungen zwischen Macht, Verantwortung und Gemeinschaft.
Die Körper der Tänzer*innen sitzen fest im Sattel auf einer Reise ins Ungewisse. Als Trio verhandeln sie die Spannungsfelder von Kooperation und Dominanz, Fürsorge und Abhängigkeit. Welche impliziten Machtverhältnisse entstehen im Akt des Füreinander-Sorgetragens? Wie fließend ist die Grenze zwischen Fürsorge und Machtausüben?
Zwischen Krücken und Zäunen, zwischen Grenzen, die immer wieder errichtet und durchbrochen werden, entfaltet sich eine Landschaft der Fragilität. Es ist die Melancholie eines geplatzten Traums, einer Realität in Trümmern. Doch aus diesen Trümmern entstehen neue Möglichkeiten: Dekonstruktion wird zur Voraussetzung von Rekonstruktion.
Die Choreografie von Ofra Idel vom Machol Shalem Dance House (MASH) Jerusalem, entstanden unter der künstlerischen Projektleitung von Gustavo Fijalkow, sucht nach Bildern einer solidarischen Zukunft: Stühle, die beim Spiel „Reise nach Jerusalem“ nicht verschwinden, um jemanden auszuschließen, sondern sich vermehren, um Platz für alle zu schaffen. Eine Utopie, die statt auf Konkurrenz, auf gegenseitiger Unterstützung basiert. Zwischen dem Einsturz alter Machtbilder und der Suche nach einem Neuanfang fragt die Arbeit danach, wie Stärke gerade aus Fragilität entstehen kann.
Dauer des Showings: ca. 40 Minuten
Mit Gesang auf unterschiedlichen Sprachen. Keine Sprachbarriere.
Die FORWARD DANCE COMPANY von LOFFT – DAS THEATER wird gefördert von der Stadt Leipzig – Kulturamt, durch den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Konzeptionsförderung und durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Diese Einrichtung wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Diese Produktion wird im Rahmen von TACHELES 2026 | Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gefördert. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Diese Produktion entsteht in Zusammenarbeit mit dem MASH Dance House Jerusalem.
CHOREOGRAFIE Ofra Idel
TÄNZER*INNEN Alfred Quarshie, Tamara Rettenmund, Shmuel Dvir Cohen
KÜNSTLERISCHE PROJEKTLEITUNG + KONZEPT + DRAMATURGIE Gustavo Fijalkow
PRODUKTIONSLEITUNG Jasmin Lein
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Susanne Eger
PRODUKTIONSASSISTENZ Mille Montero
BÜHNENKONZEPT Ofra Idel + Gustavo Fijalkow
Dauer des Showings: ca. 40 min.
Mit Gesang auf unterschiedlichen Sprachen. Keine Sprachbarriere.
Impressionen