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ICH SUMME, UM DAS BERSTEN ZU ÜBERTÖNEN (2026)

Eine choreografische Suche nach einer Zukunft in Ruinen

Wie halten wir zusammen, wenn alles auseinanderbricht? Eine choreografische Suche nach einer Zukunft in den Ruinen.

WENN ETWAS ZERBRICHT, DANN SINGE ICH.

→ Hier geht es zum Audioflyer (Link)

Die neue Produktion der FORWARD DANCE COMPANY beobachtet Körper und Beziehungen in einem Moment erstarkender totalitärer Kräfte. Wir erleben, wie sich die Risse in und um uns vergrößern. Wir spulen vor und zurück, um zu verstehen: Wie lange sind die Risse schon da? Reichen sie so tief, dass sie bereits selbst zum Lebensraum geworden sind? Ist das Haus, in dem wir leben, vielleicht schon seit seinem Bau eine Ruine?

Die Körper der Tänzer*innen schwanken zwischen Aufrechterhaltung und Kollaps. Sie suchen nach Hoffnung in den widerlegten Vorstellungen von Zusammenhalt. Dabei stellt sich die Frage: Flüchten wir ins Private, in unsere engsten Beziehungen, während die Gesellschaft zerbricht – oder gibt uns gerade die Zärtlichkeit miteinander die Kraft, mit der wir die Scherben zusammenhalten können?
Wir bereiten uns auf den Verlust unserer Gegenwart vor und packen Zeitkapseln für die Zukunft nach dem Crash. Was wollen wir bewahren? Was müssen wir loslassen?

Zwei wichtige Konzepte begleiten unsere Suche: Kintsugi, die japanische Kunstform bei der zerbrochenes Porzellan mit Lack und Gold repariert wird und die Bruchstellen dabei sichtbar verschönert werden. Und Tikkun Olam aus der jüdischen Philosophie – die Reparatur der Welt als ethisches Prinzip für eine schon immer gebrochene Welt.

Unter der choreografischen Leitung von Elsa Artmann – seit 2021 Tänzer*in der FORWARD DANCE COMPANY – und in konzeptioneller und dramaturgischer Zusammenarbeit mit Dr. Gustavo Fijalkow arbeitet die Company in Sprache, Sound und Bewegung daran, ihr Stück für blindes und sehbehindertes Publikum zugänglicher zu machen. Sie lädt ein zu einem Experiment: Neben dem visuell Gezeigtem soll eine eigenständige auditive Ebene entstehen, die für sich wahrnehmbar ist und stellenweise mit der visuellen Ebene zusammenfließt.

In deutscher und englischer Sprache.

Neben der visuellen Ebene ensteht eine eigenständige auditive Ebene, die für sich wahrnehmbar ist.

Dauer: ca. 60 Minuten

Early-Boarding ist möglich. Bitte meldet euch dazu an der Abendkasse. 

Inhalts- und sensorische Hinweise: 

  • das Stück thematisiert Krisenzustände bildhaft und poetisch
  • Menschen auf der Bühne benutzen ihre Stimmen in ihrer vollen Lautstärke, schreien aber nicht
  • es gibt oft Musik, Text, Video und Bewegung gleichzeitig
  • die Performer*innen kommen in die Nähe des Publikums, stets mit vorheriger Ankündigung und ohne jede Verpflichtung zur Teilnahme
  • es gibt einen Bereich im Publikum, in dem die Performer*innen manchmal flüsternd das Geschehen beschreiben

Eine Produktion der FORWARD DANCE COMPANY von LOFFT – DAS THEATER. Gefördert im Programm Zero – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Gefördert von der Stadt Leipzig – Kulturamt.

CHOREOGRAFIE Elsa Artmann
VON UND MIT Mouafak Aldoabl, Renan Alves Manhães, Yen Lee, Alfred Quarshie, Tamara Rettenmund, Lisa Zocher
MUSIK Annie Bloch
VIDEO Ale Bachlechner
KOSTÜM Noemi Baumblatt
LICHTDESIGN + TECHNISCHE LEITUNG Yoav Schutzer
PRODUKTIONSLEITUNG Jasmin Lein
DRAMATURGIE + KÜNSTLERISCHE PROJEKTLEITUNG Dr. Gustavo Fijalkow
ACCESS-BERATUNG INTEGRIERTE AUDIODESKRIPTION Pernille Sonne und Mariam Nazaryan 
ACCESS-BERATUNG ÖFFENTLICHKEITSARBEIT IN EINFACHER SPRACHE Anja Dworski und Anne Geißler (Büro für Leichte Sprache des Lebenshilfe Sachsen e.V.)
FOTO Arne Schmitt und Elsa Artmann (1), Sophie Meuresch (2-5)

In deutscher und englischer Sprache.

Relaxed Performance.

Rollstuhlgerecht.

Neben der visuellen Ebene ensteht eine eigenständige auditive Ebene, die für sich wahrnehmbar ist.

Impressionen

Videos

Termine

01.03.2026
Sonntag, 18:00 Uhr
LOFFT - DAS THEATER Deutschland
28.02.2026
Samstag, 20:00 Uhr
LOFFT - DAS THEATER Deutschland
27.02.2026
Freitag, 20:00 Uhr
LOFFT - DAS THEATER Deutschland